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Häufige Fragen |
Wenn man einen Teil des Meniskus entfernt, reiben dann nicht die Knochen aufeinander?Zunächst ist festzuhalten, daß im Gelenk ohnehin nicht die Knochen aufeinander reiben sondern das die Knochenenden mit Gelenkknorpel überzogen sind. Selbstverständlich ist der Idealzustand, daß beide Menisken intakt sind. Ist aber ein Stück abgerissen und biete sich aufgrund der Lage des Risses oder auch wegen des Alters des Patienten eine Meniskusreparatur zum Beispiel durch eine Naht nicht an, muß das abgerissene Stück entfernt werden. Eine tragende Funktion hat dieses Stück ohnehin nicht mehr und es würde im Gelenk wesentlich mehr Schaden anrichten als Nutzen haben. An die dadurch etwas veränderten Belastungsverhältnisse gewöhnt sich der Knorpel und der Knochen und eigene wie auch internationale Statistiken haben gezeigt, daß die Gefahr, hierdurch eine Arthrose zu bekommen, minimal ist. |
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Heilen Meniskusnähte auch noch bei älteren Patienten?Zunächst ist festzustellen, daß ohnehin nicht alle Meniskusrisse für eine Naht bzw. Reparatur geeignet sind. Hierfür sind nur Risse geeignet, die sich nahe der Kapsel befinden, also in einer Zone, die noch eine gute Durchblutung aufweist. Falls der Riß sehr kapselnah liegt, heilt er auch noch bei einem älteren Patienten. Liegt der Riß hingegen wenige Millimeter hiervon in Richtung Gelenkmitte entfernt sind die Heilungsaussichten selbst beim jungen Menschen ungewiß und bei älteren Patienten würde man in einem solchen Falle von einer Meniskusnaht Abstand nehmen. |
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Ich habe Arthrose im Knie. Andere Ärzte sagen mir, da könne man nichts machen, damit müßte ich leben. Stimmt das?Die allgemeine Lehrmeinung besagt, das die Arthrose eine fortschreitende Verschleißkrankheit ist, gegen die es keine ursächliche Therapie gibt. Falls der Patient alt genug ist, für Männer wird hier das 65., für Frauen das 60. Lebensjahr angenommen, könne man mit dem Einbau einer Endoprothese (künstliches Kniegelenk) helfen. Bei jüngeren Patienten hingegen könne man nur Linderung schaffen, die Arthrose jedoch nicht aufhalten. Zum Glück stimmt diese Auffassung jedoch nicht! (Zusätzliche Informationen: Kniegelenksarthrose - von wegen da kann mann nichts machen!). Es gibt eine ganze Reihe von Techniken, die im Knie aufgrund der Arthrose entstandenen Schlaglöcher wieder zu schließen. Die Auffüllung derartiger Defekte erfolgt mit einem Ersatzgewebe aus Faserknorpel, welches dann ähnlich einer Zahnfüllung dort verbleibt. Mit diesem Füllgewebe wird nicht nur der darunter liegende Knochen geschützt, sondern auch der umgebende und noch nicht beschädigte Knorpel vor weiterer Beschädigung geschützt. Techniken zum Erlangen derartiger Ersatzknorpelgewebe sind das sogenannte Shaving, die Microfracturierung und die Abrasion. Allen gemein ist das Bestreben, das Nachwachsen eines faserknorpeligen Ersatzgewebes anzuregen. Der Erfolg derartiger Operationen hängt zum einen vom Können des Operateurs zum anderen aber auch von der Disziplin des Patienten ab, die ihm gegebenen Verhaltenshinweise auch genau einzuhalten. Zur Resignation bezüglich der Arthrose besteht also demnach kein Anlaß. Man kann hier eine sehr sinnvolle Runderneuerung der Gelenkflächen erzielen und damit den Zeitpunkt einer evtl. Versorgung mit einer Endoprothese um viele Jahre hinausschieben.
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Mein Arzt sagt, daß man Kreuzbandrisse nicht operieren müsse, er selbst hätte seinen Kreuzbandriß auch nicht operieren lassen und komme sehr gut zurecht. Was ist davon zu halten?Bei geringer körperlicher Aktivität und ein bißchen Glück gibt es durchaus Patienten, die mit einem Kreuzbandriß durchkommen, ohne das schlimmere Folgen eintreten. Leider sind derartige Verläufe aber eine Ausnahme. In der Regel kommt es doch immer wieder zu Ausrastern mit den fatalen Folgen für Menisken, Knorpelbeläge und übrige Bandstrukturen. (Zusätzliche Informationen: Kreuzbandriß - muß man immer operieren?). Durch die heute verfügbaren minimal invasiven Techniken der vorderen Kreuzbandoperation hat man in den führenden Kniezentren der Welt, vor allem Amerikas, die frühere wait and see - Haltung aufgegeben und ist dazu übergegangen, das Risiko von Folgeverletzungen aufgrund dereingetretenen Instabilität gar nicht erst einzugehen und derartige Gelenke frühzeitig zu stabilisieren. nach etwa 3500 Kreuzbandoperationen, die hier in der Alpha-Klinik durchgeführt wurden, können wir uns dieser Auffassung nur anschließen! Die Meinung Ihres Arztes stammt sicher noch aus einer Zeit, als die Kreuzbandoperation noch mit großen Schnitten, Gipsimmobilisationen und Krankenhausaufenthalten verbunden war und es nicht selten so war, daß durch die Kreuzbandoperation selbst die Patienten überhaupt erst eine Arthrose bekommen hatten. Auch der Millimeter präzise Einbau der Ersatzkreuzbänder hat damals bei weitem nicht so gut funktioniert wie heute. Derartige Auffassungen haben eigentlich heute keinen Platz mehr in der modernen Kniechirurgie. Die Antwort ähnelt im übrigen der Antwort auf die Frage, ob man zum Autofahren einen Sicherheitsgurt benötige. Zum Autofahren selbst natürlich nicht. Im Moment des Unfalls hingegen benötigt man ihn um so dringender, aber dann ist es bereits zu spät! |
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Man hört jetzt so viel von der Knorpelzelltransplantation. Kann man damit eine Arthrose heilen?Die Knorpelzelltransplantation ist ein Verfahren, welches von dem schwedischen Arzt Prof. Petersson in Göteborg entwickelt wurde. Hierbei werden dem Patienten in einem kleinen arthroskopischen Eingriff Knorpelspäne entnommen, aus denen in einem Speziallabor die Knorpelzellen isoliert und dann mit einem speziellen Verfahren vermehrt werden. Diese vermehrten Knorpelzellen des Patienten selbst werden dann in einer Lösung etwa drei Wochen später dem Chirurgen zurückgeschickt, der dann diese Lösung in einer offenen Operation in den ausgeschälten Knorpeldefekt einspritzt und mit einer aufgenähten Knochenhautmembran dafür sorgt, daß die eingespritzt Lösung in dem so geschaffenenen Brutkasten verbleibt. Nach einer Entlastungszeit von etwa zwei bis drei Monaten hat diese Lösung dann einen neuen Knorpel wachsen lassen, der, auch unter dem Mikroskop, dem natürlichen Gelenkknorpel sehr ähnlich ist. Für die Deckung kleinerer Defekte ist dies eine ausgezeichnete Methode. Leider ist sie aber nicht in allen Stellen des Gelenkes anwendbar und für die Arthrose kann dieses Verfahren überhaupt nicht verwendet werden! Dies ist im übrigen von dem Entwickler der Methode auch immer wieder betont worden, was die Presse allerdings nicht daran hinderte das Verfahren als ein Allheilmittel gegen die Arthrose zu preisen.
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Mein Arzt sagt ich hätte ein Loch im Knie und er schlägt eine Mosaikplastik vor. Was ist das und löst das mein Problem?Die Mosaikplastik beinhaltet die Verpflanzung von Knorpelknochenzylindern, die aus Bereichen des Kniegelenks entnommen werden, in denen der Gelenkknorpel weniger dringend gebraucht wird. Diese von dort entnommenen Knorpelknochenzylinder werden dann in die Bereiche eingepflanzt, wo die Knorpel bzw. auch Knochenschäden vorliegen. Sie können sich dieses Verfahren ähnlich der Haarverpflanzung vorstellen, wo aus den hinteren Abschnitten der Kopfhaut kleine Stanzzylinder mit dem dazugehörigen Haar nach vorn in den Bereich der kahlen Stellen verpflanzt werden. Wenn man mehrere Zylinder verwendet entsteht ein Muster ähnlich einem Mosaik, woher auch der Name stammt. Zur Auffüllung von Knorpel bzw. auch Knochendefekten (Loch im Knie) ist dieses Verfahren sehr geeignet. Es wird relativ häufig in der Alpha-Klinik für umschriebenen Knorpeldefekte, vor allem an den sogenannten Oberschenkelrollen, angewendet. Zur Behandlung einer Arthrose hingegen ist das Verfahren nicht geeignet. Es wird relativ häufig in der Alpha-Klinik für umschriebene Knorpeldefekte, vor allem an den sogenannten Oberschenkelrollen angewendet. Zur Behandlung einer Arthrose hingegen ist das Verfahren nicht geeignet! |
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Ich bin 69 Jahre alt und habe eine Arthrose im Knie. Mein Arzt sagt, in meinem Alter könne man ohne weiteres ein künstliches Knie einbauen, alles andere würde sowieso nichts bringen. Stimmt das?Was die Altersangabe angeht, so ist die Aussage Ihres Arztes durchaus richtig. International gilt als sogenannte Altersgrenze für Männer das 65. Lebensjahr. Dies ist natürlich eine ganz grobe Richtlinie und muß im Einzelfall an die vorgegebenen Richtlinien angepaßt werden. Man kann hier nie schematisch vorgehen. es gibt viele Patienten, die auch in ihren 70er und zum teil 80er Jahren noch sehr aktiv und sportlich sind und für die eine Endoprothese (künstliches Knie) keine gute Lösung wäre. Auch in dieser Altersgruppe, zu der ja auch Sie gehören, sind die gelenkerhaltenden Verfahren wie sie hier in der Alpha-Klinik angewendet werden, sehr sinnvoll und wurden auch bei Patienten bis hoch in die 80er Jahre mit großem Erfolg eingesetzt. Diese Verfahren beinhalten zum einen die Abrasion mit dem Ziel der Neubedeckung der bereits freiliegenden Knochenflächen, oft verbunden mit einer Achskorrektur im Sinne der Umstellungsosteotomie. (Zusätzliche Informationen: Kniegelenksarthrose - von wegen da kann mann nichts machen!). Diese Operationen werden auch von betagten Patienten sehr gut überstanden und sofern die notwendigen Entlastungszeiten diszipliniert eingehalten werden, kann man auch in dieser Altersgruppe eine sportliche Belastbarkeit wiederherstellen, und zwar ohne den Einsatz künstlicher Kniegelenke. Da dies an kaum einer anderen Stelle in Deutschland angeboten wird, kann es durchaus sein, daß Ihr Arzt von diesen Verfahren zu wenig weiß und Ihnen deshalb zur Endoprothese rät.
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Ich bin aktiver Sportler und habe mir letzten Winter das Kreuzband gerissen. Mein Arzt sagt, mit 45 Jahren würde man Kreuzbänder nicht mehr operieren. Bin ich dafür wirklich schon zu alt?Uns ist bekannt, daß in vielen Kliniken bei Rissen des vorderen Kreuzbandes eine willkürliche Altersgrenze von 40 Jahren angenommen wird und wir haben viele Patienten denen andern Orts das gleiche widerfahren ist wie Ihnen. Wir blicken hinsichtlich der vorderen Kreuzbandoperationen jetzt auf eine Erfahrung von 16 Jahren an circa 3500 Patienten zurück. (Zusätzliche Informationen: Kreuzbandriß - muß man immer operieren?). Eine Altersgrenze gibt es aus unserer Sicht nicht. Wir haben Patienten bis hoch in die 70er Jahre erfolgreich operiert, die auch wieder zum Skilauf- und Tennissport zurück gefunden haben. Diese Auffassung stammt wahrscheinlich noch aus einer Zeit, als Patienten jenseits der 40 schon sehr träge und inaktiv wurden und man meinte, daß der (damals) hohe chirurgische Aufwand in keinem vernünftigen Verhältnis zu den Belastungsbedürfnissen des Patienten stünde. Diese Auffassung war damals sicher nicht ganz von der Hand zu weisen, hat aber heute mit Sicherheit keine Gültigkeit mehr. Im American Journal of Sports Medicine wurde 1998 auch eine Arbeit veröffentlicht, die mit diesem „Mythos aufgeräumt hat. Zusammenfassend kann man also sagen, daß man Sie mit Ihren 45 Jahren und schon lange als aktiver Sportler unbedingt am vorderen Kreuzband operieren sollte, natürlich unter der Voraussetzung, daß dies technisch einwandfrei geschieht. |
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Vor ein paar Jahren hat man bei mir wegen eines Knorpelschadens hinter der Kniescheibe ein„Shaving vorgenommen. Krücken sollte ich nur ein paar Tage nehmen. Anfangs war es auch etwas besser. Jetzt ist es allerdings schlimmer als vorher. Wurde etwas falscSie sprechen das Rasieren (Shaving) eines degenerierten (ausgefransten) Gelenkknorpels der Kniescheibe an. Unternimmt man in derartigen Fällen nichts, muß man entweder seine körperliche Aktivität erheblich einschränken oder mit einem fortschreitenden Knorpelabrieb und damit Knorpelverlust hinter der Kniescheibe rechnen. Aus einer derartigen Situation entwickelt sich dann oft später eine sogenannte Kniescheibenarthrose. Das Shaving derartiger Schäden ist eine durchaus sinnvolle Technik, allerdings nur, wenn sie richtig angewandt wird. Leider mißverstehen die meisten Orthopäden und Chirurgen das Shaving als eine Knorpelglättung. Sie unternehmen so den Versuch, den Knorpel beim Shaven so glatt wie möglich zu bekommen. Dies ist der größte Fehler, den man hier bei machen kann. Durch die Schaffung einer weitgehend glatten Oberfläche kann es zu keiner faserknorpeligen Abheilung des Defekts kommen und die praktisch roh gebliebene Oberfläche ist weiterhin der schädigenden Wirkung bestimmter Enzyme ausgesetzt, die sich in der Gelenkflüssigkeit finden. Die Degeneration geht dann weiter und eins bis zwei Jahre später hat man nicht nur den gleichen Zustand wieder erreicht, sondern steht wesentlich schlechter dar, weil man in der Zwischenzeit wieder weitere Knorpelmasse verloren hat. Dann gibt es eine andere Gruppe von Operateuren, die in einer ebenfalls falsch verstandenen Übervorsicht viel zu wenig wegshaven und glauben, dann hätten sie auch nicht viel falsch gemacht. Auch dies ist ein Trugschluß. Die zu lang gelassenen Fransen gestatten es dem Blutgewebe nicht, sich auf der Unterlage genügend festzusetzten, um so eine Faserknorpelschicht aufwachsen zu lassen. Aber selbst wenn man unterstellt, daß das Shaving bei Ihnen technisch richtig durchgeführt wurde, war es auf jeden Fall falsch, Sie nur wenige Tage entlasten zu lassen. Die rasche Wiederbelastung hat es dem sich an die geshavte Fläche anlagernden Blutkuchen nicht gestattet, sich in eine Faserknorpelschicht umzuwandeln, er ist einfach frühzeitig durch Pressdruck zerstört worden. Soviel zu der Frage, ob etwas falsch gemacht wurde. Wenn Sie also immer noch Beschwerden haben, so muß die gleiche Prozedur, allerdings unter Berücksichtigung der hier genannten Faktoren wiederholt werden. Danach müssen Sie mit einer Entlastungszeit von etwa acht Wochen rechnen. Auf diese Weise wird man eine Ausheilung dieses Schadens erzielen können. Möglicherweise wird man zusätzlich eine Druckentlastung der Kniescheibe (lateral release) benötigen. (Zusätzliche Informationen: Kniescheibenprobleme - wenn der Treibriemen nicht richtig sitzt). Ob dies notwendig ist oder nicht, kann oft erst während des Eingriffes selbst entschieden werden, wenn das Kniegelenk unter arthroskopischer Sicht durchbewegt und der Kniescheibenlauf direkt beobachtet wird. |
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Mein Arzt sagt, Knorpel kann nicht nachwachsen. Nun lese ich bei Ihnen, daß durch die Abrasion neuer Knorpel wächst. Was ist nun richtig?Die Aussage Ihres Arztes, Knorpel könne nicht nachwachsen, ist grundsätzlich richtig. Daraus jedoch den Schluß zu ziehen, daß Knorpel auch nicht heilen können, ist falsch! Genauso wenig, wie eine Hautwunde mit dem Originalhautgewebe ausheilt (dort entsteht nämlich eine Narbe, die man zeitlebens sehen wird!), heilt auch Knorpelgewebe nicht mit dem Originalgewebe (hyaliner Knorpel) sondern mit einem Ersatzgewebe (Faserknorpel). Diese Eigenschaft der Knorpelheilung, der wegen der verwendeten Ausdrücke ein gewisser Ruch der Minderwertigkeit anhaftet, ist aber ausgesprochen segensreich. Mit dieser sogenannten faserartigen Abdeckelungsreaktion gelingt es nämlich, die Schlaglöcher im Gelenkknorpel auch wenn sie bis auf den Knochen reichen sollten, wieder zu schließen. Nach Abschluß der Ersatzknorpelbildung, also nach etwa acht Wochen, ist dann der Knorpeldefekt quasi versiegelt (verspachtelt), wobei zu sagen ist, daß das neu gebildete Gewebe auch nicht wieder weggerieben oder sonstwie verschlissen wird. Die Ausrichtung der sogenannten collagenen Fasern in diesem Gewebe ist parallel zur Gelenkfläche, so daß eine erneute Abriebsituation, wie sie beim degenerierten originalen Gelenkknorpel vorliegt, hier nicht entstehen kann. Zwar ist dieses Gewebe dem unversehrten Originalknorpel unterlegen, dem bereits zweit- oder drittgradig degenerierten Knorpel hingegen deutlich überlegen.
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Meine Kniescheibe steht schief und ich habe Schmerzen beim Treppen gehen. Ein Orthopäde wollte mir einen Kapselschnitt machen, wovon mir mein Hausorthopäde abgeraten hat. Wer hat nun recht?Mit dem Schieflauf der Kniescheibe verhält es sich ähnlich wie mit X- oder O-Beinen. Abweichungen von der normalen Druckverteilung zwischen Gelenkflächen können, vor allem wenn dann später noch zusätzliche Unfälle hinzukommen, zum frühzeitigen Auftreten einer Arthrose in diesem Gelenkabschnitt führen. Sofern nur ein Schieflauf der Kniescheibe vorliegt, der Gelenkknorpel selbst aber noch unversehrt ist, würde eine Kapselspaltung (lateral release) neben der Kniescheibe im Sinne einer prophylaktischen (vorbeugenden) Operation zu werten seien. (Zusätzliche Informationen: Kniescheibenprobleme - wenn der Treibriemen nicht richtig sitzt). Sofern der Schieflauf recht ausgeprägt ist, kann es auch durchaus sinnvoll sein, eine solche Geradstellung der Kniescheibe vorzunehmen, auch wenn noch keine Knorpelschäden vorhanden sind. Das ist sicher keine gute Strategie zunächst auf das Aufbrechen und danach einsetzende Verschleißen des Gelenkknorpels zu warten, bis man etwas unternimmt. Sofern bei Ihnen aber neben dem Schieflauf der Kniescheibe aber bereits deutliche Gelenkgeräusche wahrnehmbar sind, muß man vom gleichzeitigen Bestehen eines Knorpelschadens ausgehen, der dann nicht nur mit der Kapselspaltung sondern auch mit einer Knorpelbehandlung zum Beispiel per Shaving, behandelt werden sollte. Bei der Knorpelbehandlung ist es wichtig, daß der behandelnde Operateur mit den Prinzipien der Arthrosechirurgie und der Knorpelheilung vertraut ist und nicht nur die richtige Operationstechnik anwendet sondern Ihnen auch die richtigen Hinweise für das Verhalten nach dem Eingriff gibt. Natürlich ist der Patient eher geneigt, einem Arzt zu glauben, der von einem operativen Eingriff abrät. Es sieht hier aber eher so aus, als hätte der Orthopäde recht, der Ihnen den Kapselschnitt vorgeschlagen hatte. |
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Sind die Amerikaner in der Medizin wirklich weiter?Fest steht das der Großteil der Neuerungen in der Medizin, vor allem auch in der Kniechirurgie in den letzten 30 bis 40 Jahren weitgehend aus Amerika kamen. Die Amerikaner haben in der Medizin ein weit weniger hierarchisch gegliedertes System, was jungen, innovativen und dynamischen Ärzten wesentlich mehr Spielraum gibt als dies in Europa, vor allem aber in Deutschland, der Fall ist. Von den Voraussetzungen hier und auch von den bisherigen Ergebnissen, zumindest was die internationalen Statistiken angeht, muß man hier also wirklich einräumen, daß die Amerikaner in der Medizin weiter sind. Dies ist auch der Grund, weshalb wir hier in der Alpha- Klinik einen engen Kontakt zu unseren amerikanischen Kollegen halten und auch regelmäßig deren Kongresse besuchen, dort auch Vorträge selbst halten und auch ständig die internationale Literatur, die im übrigen auch von den Amerikanern beherrscht wird, engmaschig verfolgen. Diese Aussage ändert jedoch nichts daran, daß in Teilbereichen, so zum Beispiel auch in der Kniechirurgie die üblicherweise bestehende Lücke von uns mit Sicherheit geschlossen wurde. Ja es werden hier in der Alpha-Klinik Verfahren angeboten, die man auch in Amerika nur an ganz wenigen Stellen erhalten kann, so zum Beispiel die Abrasionsarthroplastik mit dem Ziel der Bioprothese. Das Konzept wurde zwar von Prof. Lenny Johnson, Lancing, Michigan, in den 70er und frühen 80er Jahren entwickelt, wirkliche Verbreitung hat es aber auch in Amerika nicht gefunden. Die für das Verfahren leider notwendigen langen Entlastungszeiten fanden in dem etwas hektischen und schnellebigen Amerika wenig Freunde und so hatte ein an sich segensreiches Verfahren es sehr schwer, sich den Platz zu erobern, welcher ihm eigentlich gebührt. Gerade bei der„Bioprothese haben wir aufgrund des wesentlich engeren Sozialnetzes in Deutschland natürlich für den Patienten deutlich bessere Bedingungen und Entlastungszeiten von zwei bis drei Monaten sind hierzulande durchaus akzeptabel und auch mit der Arbeitswelt einigermaßen vereinbar. Zusammenfassend kann man sagen, daß es in Amerika sicher eine größere Menge von Spitzenmedizinern gibt, daß aber die Topmediziner in Deutschland den Amerikanern sicher nicht nachstehen. Leider ist die Zahl der wirklichen Topspezialisten in Deutschland vergleichsweise sehr klein. |
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Meine Freunde sagen, die Alpha-Klinik kann sich kein normaler Mensch leisten. Was sagen Sie dazu?Zunächst einmal eine kleine Statistik: Mehr als ein Drittel unserer Patienten sind ganz normale Kassenpatienten, die sich die Behandlung hier bei uns leisten, obwohl ihre gesetzliche Krankenkasse ihnen in vielen Fällen nichts erstattet. Für die Privatpatienten stellt die Behandlung hier bei uns ohnehin kein Problem dar, da die Kosten von den privaten Kassen von wenigen Ausnahmen abgesehen, in voller Höhe übernommen werden. Unsere Preise liegen sowohl für die Klinik als auch für die ärztlichen Honorare nicht höher als bei vergleichbaren anderen Kliniken und den Ruf, fürchterlich teuer“zu sein, haben wir ganz sicher zu unrecht. Falls Sie ein spezielles Problem haben und auch schon bekannt ist, was bei Ihnen operiert werden müßte, können Sie gern Näheres von unserer Verwaltung erfahren und sie werden dann an den zugeschickten Kostenvoranschlägen selbst sehen, daß diese absolut im Rahmen liegen. |
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Ich soll am Knie operiert werden. Nun habe ich vor der Narkose mehr Angst als vor der Operation selbst. Kommen eigentlich Narkosezwischenfällen öfter vor?Narkosezwischenfälle entstehen meistens entweder durch unzureichende internistische Voruntersuchungen mit Übersehen von Risikofaktoren oder durch unaufmerksame nachlässige, ja schlampige Arbeit des Anästhesisten bei der Narkose selbst. Was die Voruntersuchung angeht, so kommt in der Alpha-Klinik niemand ohne eine gründliche Voruntersuchung durch unseren Internisten auf den Operationstisch und es findet vor der Operation auch noch ein sehr ausführliches Gespräch mit unseren Anästhesisten statt. Unsere Anästhesisten arbeiten seit vielen Jahren mit uns zusammen sind erfahrene Fachärzte die auch lange in der Intensivmedizin im Universitätsbereich bis hin zum Herzzentrum gearbeitet haben und die auf alle etwaigen Zwischenfälle ohnehin bestens vorbereitet wären. Oft sind Narkosezwischenfälle auch leider dadurch verursacht, daß ganz junge und noch in Ausbildung befindliche Ärzte mit der Narkose betraut werden, die dann bei Auftreten von Komplikationen der Lage nicht gewachsen sind. Falls Sie sich also irgendwo operieren lassen wollen, hielten wir die Frage nach der Häufigkeit von Narkosezwischenfällen für durchaus angebracht. Hier in der Alpha-Klinik haben wir bei rund 20.000 Narkosen bisher noch keinen einzigen Todesfall und noch keinen einzigen Narkosezwischenfall, der irgendeine Art von Dauerschaden nach sich gezogen hätte. |
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Einer meiner Freunde bekam nach einer Operation am Knie eine Infektion. Jetzt ist das Knie ziemlich steif, tut weh und er hat eine Arthrose. Wie oft passiert so etwas?Im Jahre 1997 hat das Nachrichtenmagazin Focus bekanntgegeben, daß nach offiziellen Angaben die Infektionshäufigkeit in deutschen Krankenhäusern 3% beträgt. In der internationalen Literatur werden für orthopädische Eingriffe 2% Infektionsrate genannt und für arthroskopische Eingriffe 1%. Hier in der Alpha-Klinik haben wir eine Infektionsrate von 0,05%. Dies liegt 20-fach unter dem internationalen Durchschnitt für arthroskopische Operationen. Bei exakter Durchführung der Operation, Bereitstellung der neuesten Technologie und bei einer engmaschigen Nachsorge sollte eine Gelenkinfektion eine absolute Seltenheit darstellen. Leider sehen wir bei Nachoperationen von Patienten immer wieder selbst nach einfachen Meniskusoperationen, ja gelegentlich sogar nach diagnostischen Arthroskopien, Kniegelenksinfektionen mit zum Teil katastrophalem Ausgang auftreten. So etwas sollte eigentlich nicht vorkommen. Leider gibt es in Deutschland hierfür keine Meldepflicht, so daß man sich, anders als in Amerika, bei den Ärztekammern nicht über die Infektionsraten bestimmter Krankenhäuser erkundigen kann. Dies ist ganz sicher eine Lücke, die geschlossen gehört. |
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Ich hatte in Österreich einen Skiunfall und wurde gleich am Skiort operiert. Man sagte mir dort, daß dies besser sei. Jetzt, sechs Monate später, kann ich das Knie nicht strecken und auch nur bis 90% beugen. Das kann doch nicht normal sein?Nach internationalen Statistiken und Erkenntnissen, die jetzt seit etwa fünf bis sechs Jahren bekannt sind, ist das Risiko eine überschießende Narbenbildung im Gelenk nach einer frühen Kreuzbandoperation zu bekommen (Arthrofibrose) 5-mal höher, als wenn man mit der Operation etwa vier bis fünf Wochen wartet. Diese Wartezeit ist jetzt in den guten Kniezentren in Amerika eigentlich Standard. Man hat damit das Risiko der Arthrofibrose wesentlich vermindern können. Die Arthrofibrose ist leider eine Erkrankung, die nicht nur von einer eingeschränkten Beweglichkeit gekennzeichnet ist, sondern auch von einer weitgehenden Umwandlung der Gelenkschleimhaut in Bindegewebsmembranen. Diese Bindegewebsmembrane sind allerdings nicht in der Lage, die Gelenkschmiere in der erforderlichen Menge und Konsistenz herzustellen und derartige Gelenke laufen praktisch immer zu„trocken, was zu einer verfrühten Arthrose führen kann. Selbst wenn es durch einen erneuten arthroskopischen Eingriff gelingt, die im Gelenk entstandenen Narben das die volle Streckung und auch die volle Beugung wieder erreicht werden, hat ein solches Gelenk auf Dauer einen Schlag wegbekommen und wird nie wieder sein früheres Leistungsniveau erreichen. Weshalb man Ihnen zu dieser Sofortoperation geraten hatte, wissen wir natürlich nicht, zur Vermeidung von Knorpelschäden sollte man allerdings nicht versuchen, mit sogenannten Narkosemobilisationen das Bewegungsausmaß wiederzuerlangen, sondern vielmehr sanft, daß heißt arthroskopisch, das Gelenk freiräumen. Nach einem solchen Eingriff, Arthrolyse genannt, benötigen Sie dann noch einmal etwa fünf bis sechs Monate, bis das neu gewonnene Bewegungsausmaß auch dann gehalten wird, wenn Sie mit der krankengymnastischen Übungsbehandlung aufhören. |
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Haben Sie einen Tip, wie man den richtigen Arzt findet?Sie wissen sicher, daß es in Deutschland ein Werbeverbot für Ärzte ja für die Heilberufe allgemein gibt. Dieses Werbeverbot hatte in früheren Zeiten, als es galt die Bevölkerung vor Scharlatanen zu schützen, durchaus seine Daseinsberechtigung. Inzwischen ist dieses Werbeverbot allerdings zu einer Informationssperre für den Patienten degeneriert, so daß der Patient heutzutage bei seiner Suche nach dem "richtigen Arzt" ziemlich allein gelassen ist. Am besten ist es immer noch wenn Sie sich in Ihrem Freundes- oder Bekanntenkreis nach ähnlichen Problemen umhören, vor allem nach Patienten, die bereits erfolgreich am gleichen Problem operiert wurden, weswegen Sie selbst operiert werden sollen. Anders als in Amerika besteht in Deutschland immer noch eine gewisse Hemmschwelle bei den Patienten, ihren Arzt nach Telefonnummern bzw. Adressen von bereits erfolgreich operierten Patienten zu fragen. Man soll sich in einem solchen Fall überhaupt nichts dabei denken, seinen Arzt zu bitten, einem eine derartige Telefonliste von Patienten zu geben, die man dann der Reihe nach anrufen und interviewen kann. Wenn Sie diese Auskünfte von Ihrem Arzt„ohne mit der Wimper zu zucken erhalten, können Sie sich ihm wohl anvertrauen. Vor allem, wenn Sie dann auch noch positive Berichte von den betreffenden Patienten bekommen. |
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Von den Sportlern liest man immer wieder, daß sie nach einer Operation blitzschnell wieder fit sind. Warum funktioniert deren Heilung so viel schneller?Zunächst einmal muß man mit dem Mythos aufräumen, daß Sportlerkörper schneller heilen als Normalkörper. Was bei Sportlern sicher vorhanden ist, ist eine wesentlich höhere Motivation, so schnell wie möglich wieder fit zu werden, da bei vielen ja auch sehr viel Geld mit dem schnellen Wiedereinsatz verbunden ist. Überergeiz sowohl auf Seiten des Chirurgen als auch auf Seiten des Sportlers, getrieben oft natürlich auch von Trainern und Vereinspräsidenten, hat aber auch manchmal seinen Preis. Sie werden sich sicherlich noch an den französischen Nationalspieler Papin erinnern, der früher bei Bayern München spielte und der nach einer einfachen Meniskusoperation trotz größter Anstrengungen nicht wieder fit wurde. Ursache hierfür war das Vorhandensein von Knorpelschäden, die in dem Bestreben, den Sportler so schnell wie möglich wieder aufs Feld zu bekommen nicht mit behandelt wurden und die die Leistungsfähigkeit des Gelenks begrenzten. Leider hatte man damals erst sehr viel später die Ursache des Übels erkannt und erst nach einer weiteren Operation des Spielers in Marseilles, wo die Knorpelverletzung behandelt wurde, heilte das Knie aus und wurde Papin wieder spielfähig. Auch bei den Kreuzbändern kann man natürlich keine Wunder erwarten. Sie werden sich sicher an die Kreuzbandoperationen von Lothar Matthäus erinnern können und noch wissen, daß es circa ein halbes Jahr dauerte, bis Matthäus wieder auf dem Spielfeld eingesetzt werden konnte. Diese biologischen Ein- und Umbauvorgänge von transplantierten Geweben lassen sich auch nicht beschleunigen. Vieles ist bei dem Gerede von der schnellen Heilung der Sportler Mythos, vielfach dient diese Auffassung auch als Druckmittel gegenüber dem Behandler, um eine frühere Freigabe des Athleten zu erwirken. Was sicher richtig ist, und was eingangs auch schon gesagt wurde, ist die wesentlich höhere Motivation beim Wiederaufbau Training. Die Rehabilitationszeiten sind bei den Leistungssportlern deutlich kürzer als bei Normalpatienten, was bei dem Trainingszustand der Athleten auch durchaus verständlich und nachvollziehbar ist.
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Man spricht immer von einer einfachen Meniskusoperation. Mein Freund und auch einige Bekannte von mir hatten nach solchen einfachen Meniskusoperationen erhebliche Problem. Wie kann das sein?Leider ist die Auffassung, daß die arthroskopische Meniskusoperation einfach sei, grundfalsch, aber nichts desto weniger sehr weit verbreitet. Die saubere Berarbeitung eines Meniskusschadens, die unglücklicherweise meisten in den hinteren Abschnitten des Gelenks angesiedelt sind, erfordert einen ausgesprochenen Spezialisten, viel Feingefühl und auch eine ganze Reihe von kleinen Tricks während der Operation selbst, um das Ziel die Sanierung des Meniskusproblems - ohne Flurschäden (z.B. Knorpelschäden) zu erreichen. Die in einem wesentlich höheren Ansehen stehende vordere Kreuzbandoperation ist vergleichsweise technisch wesentlich einfacher. Selbst der Einbau eines künstlichen Kniegelenkes, was dem Laien sicher kaum einzuleuchten vermag, ist vergleichsweise die technisch einfachere Operation. Die von Ihnen angesprochenen Probleme nach sogenannten einfachen Meniskusoperationen gehen auf zwei wesentliche Hauptursachen zurück. Die eine besteht darin, daß aufgrund schlechter Sicht und Darstellungsverhältnisse das Meniskusproblem nicht zu Ende gelöst wurde und das noch größere Teile abgerissenen Meniskusgewebes belassen wurden, die dann ähnliche Symptome hervorrufen wie der ursprüngliche Zustand. In solchen Fällen muß eine Nachoperation erfolgen, mit der dann das Meniskusproblem sozusagen zu Ende gelöst wird. Sind bei der Erstoperation keine Knorpelschäden gesetzt worden, wird ein solches Gelenk auch wieder voll leistungsfähig werden. Leider gibt es aber eine zweite Gruppe von Patienten, bei denen sozusagen mit Gewalt versucht wurde, das Problem in den hinteren Abschnitten der Menisken operationstechnisch zu lösen, allerdings unter„Opferung des intakten Gelenkknorpels. Derartige Flurschäden, die bei dem Versuch entstehen, das Meniskusproblem unbedingt lösen zu wollen, koste es was es wolle, können oft die Eintrittspforte für eine spätere Arthrose sein. Wenn man beide Probleme miteinander vergleicht, so ist es sicher besser, wenn ein Operateur ein Meniskusproblem nicht zu Ende lösen kann, dafür aber dem Knorpel keinen Schaden zufügt und das verbliebene Meniskusproblem zu lösen, ist für den Spezialisten leicht, Knorpelschäden kann man allenfalls faserknorpelig reparieren, aber natürlich nicht ungeschehen machen. Es muß also hier unbedingt davor gewarnt werden, mit einem Meniskusriß sozusagen zum nächstbesten Chirurgen zu gehen, und zu glauben, so etwas könne fast jeder. |
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Mein Arzt möchte mir wegen meiner Kniearthrose Knorpelaufbauspritzen geben. Können die helfen?Unter den neueren Präparaten, die landläufig als Knorpelaufbauspritzen bezeichnet werden, sind vor allem Präparate zu nennen, die als Grundsubstanz Hyaloronsäure enthalten. Die Hyaloronsäure ist ein Bestandteil des hyalinen Gelenkknorpels, sie befindet sich in der sogenannten Grundsubstanz des Knorpels und ist für das glasige Aussehen dieser Grundsubstanz verantwortlich. Bei der Behandlung von ganz oberflächlichen Knorpelaufrauhungen haben sich derartige Spritzenkuren durchaus bewährt. Gängige Mittel hierbei sind zum Beispiel das Hyalart, wovon in der Regel fünf Injektionen in wöchentlichen Abständen gegeben werden und das Synvisc, wovon drei Injektionen in wöchentlichen Abständen genügen. Liegt bereits eine ausgewachsene Arthrose vor, könne derartige Injektionsbehandlungen natürlich nur noch lindernd helfen eine knorpelaufbauende Wirkung im eigentlichen Sinne haben diese Spritzen ohnehin nicht! Sofern die Untersuchung des Gelingens und auch die Kerspintomographie keinen gröberen Schäden an Menisken oder Knorpelflächen erkennen lassen, kann man bei kleinen Gelenkungenauigkeiten ohne weiteres den Versuch derartiger Injektionskuren unternehmen. Wichtig ist hierbei natürlich das die Injektion unter absolut sterilen Bedingungen erfolgt, denn eine hierdurch ausgelöste Infektion könnte eine absolute Katastrophe für das betreffende Gelenk bedeuten. Vor dem unkritischen Einsatz derartiger Injektionsserien ist deshalb durchaus zu warnen.
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Meine Mutter hat eine schwere Kniearthrose. Der Arzt rät ihr wegen ihres hohen Alters von einer Operation ab. Der Orthopäde hat PST empfohlen. Was ist das und kann das helfen?PST steht für pulsierende Signaltherapie. es handelt sich hier um das Anlegen von elektro-magnetischen pulsierenden Feldern, von denen angenommen wird, daß sie den Zellstoffwechsel und damit auch bestimmte Heilvorgänge anregen. Empirische Hinweise für die Wirksamkeit dieser Therapie gibt es durchaus, vor allem was den schmerzlindernden Effekt angeht. Sofern Ihre Mutter wegen des hohen Alters oder auch wegen begleitender internistischer Probleme als nicht operationsfähig gilt, kann eine solche PST-Behandlung durchaus sinnvoll sein. Unabhängig davon, würde ich aber die Operationsfähigkeit durchaus noch einmal von einem anderen Arzt beurteilen lassen. Möglicherweise läßt sich durch eine kleine Zusatztherapie aus internistischer Perspektive die Operationsfähigkeit innerhalb relativ kurzer Zeit herstellen und vielleicht kann man dann mit dem Einbau einer sogenannten Endoprothese noch wesentlich wirksamer helfen als dies mit der PST-Behandlung möglich wäre.
Zusätzliche Informationen: Besser als sein Ruf - Das künstliche Kniegelenk.
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