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Rehabilitatives Krafttraining

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Ziel des Krafttrainings ist zunächst die Stabilisierung der nach der Operation noch vorhandenen Muskelfunktion.
Im Verlauf des Rehabilitationsprozesses wird dann die Kraft und die Kraftausdauer der Muskulatur so lange gesteigert, bis Sie wieder in der Lage sind, Ihre Aktivitäten des täglichen Lebens in Beruf, Alltag, Sport und Freizeit dauerhaft schmerzfrei und ohne Einschränkungen auszuführen. Darüber hinaus ist es im Sinne einer Prophylaxe von Vorteil, wenn Sie nach Abschluß des Rehabilitationsprozesses auch weiterhin ein Erhaltungstraining mit geringstmöglichem Zeitaufwand durchführen, um so für die Zukunft einen wirksamen Schutz vor erneuten Verletzungen oder Schäden aufzubauen.

Das rehabilitative Krafttraining gliedert sich in mehrere Phasen, wobei die ersten drei Phasen weniger auf die Muskulatur sondern auf das zu regenerierende Gelenk abstellen.

Die rote Phase

Ähnlich, wie an der Ampel bei rot nicht weitergefahren werden darf, so ist auch die rote Phase der Rehabilitation durch eine Unterbrechung der gewohnten Aktivitäten mit Entlastung, Hochlagerung, Schonung und Eisauflagen gekennzeichnet. In dieser Phase spielen sich bestimmte Entzündungs- und Regenerationsvorgänge ab, wie sie nach jedwedem operativen Eingriff auftreten. Bei arthroskopischen Eingriffen ist diese Phase zwar kürzer, die biologischen Heilvorgänge jedoch benötigen einen relativ fixen Zeitraum, der für diese Phase zwischen 2 und 8 Woche liegt.
Die rote Phase gilt als abgeschlossen, wenn das Gelenk seine normale Konturierung und normale Beweglichkeit zurückgewonnen hat und nach medizinischer Erfahrung an den operativ versorgten Geweben keine Schädigungsgefahr mehr besteht.
Die Muskulatur kann während dieser Phase nur minimal trainiert werden und selbstverständlich immer ohne Gefährdung des Operationserfolgs.

Die gelbe Phase

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Nachdem die Funktionalität des Gelenks selbst wieder hergestellt ist, sind bestimmte Reparationsprozesse, vor allem an den Knorpelflächen, noch nicht vollständig abgeschlossen. Nach der langen roten Phase bestehen natürlich hinsichtlich Muskelkraft, Dehnbarkeit der Muskulatur und Kraftausdauer, entsprechende Defizite. Ausgeglichen werden diese Defizite durch gezielte Übungsbehandlungen wobei sich die Intensität des Trainings vor allem nach den vorliegenden Knorpelschäden, bzw. den durchgeführten Behandlungen an diesen Strukturen richtet. Aus diesem Grunde ist auch die gelbe Phase in ihrer Zeitdauer nicht wirklich festgelegt. Sie kann als abgeschlossen gelten, wenn das operierte Gelenk auch bei Belastung keinerlei Überwärmungsreaktion aufweist, den vollen Bewegungsspielraum zuläßt und die Muskulatur normal auf Trainingsreize reagiert.

Die grüne Phase

Für den normalen Alltagsgebrauch ist in der grünen Phase das Gelenk voll wieder hergestellt. Für weitergehende Ansprüche, etwa für den Einsatz im Sport, genügt das bisher Erreichte jedoch nicht. Jetzt gilt es, Kraft, Koordination, Ausdauer und Agilität wieder soweit herzustellen, daß das sportspezifische Training ohne Gefährdung aufgenommen werden kann. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen bestimmte Drills durchlaufen werden. Mit diesem Training wird versucht, die Lücke zwischen dem Abschluß der Rehabilitation und der Wiederaufnahme der aktiven Sportausübung so klein wie möglich zu halten. Hierzu ist es notwendig, die inzwischen erreichte Kraft und Ausdauer, auch unabhängig von Trainingsgeräten, im freien Raum einzusetzen und kontrollieren zu können.
Den Abschluß bildet dann schließlich die Zusammenführung der gewonnenen Fähigkeiten und Trainingsfortschritte zu immer komplexeren Bewegungsmustern, bis hin zum Wiedereinstieg in den Sport auf jedweder Ebene. Wie bereits erwähnt, ist es aber auch für den Nichtsportler durchaus ratsam, nach dem Erreichten ein Erhaltungstraining anzuschließen, um die in harter Arbeit gewonnenen Ergebnisse nicht rasch wieder zu verlieren.


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