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Detaillierte Informationen zur Behandlung von "X-Beinen" und "O-Beinen" (Achsfehlstellungen) |
Wie bereits in dem Kapitel "Arthrose" erwähnt, ist es nach Abrasionschondroplastiken oft notwendig, durch eine Achsumlagerung des Beines die neugeformten Ersatzknorpelflächen vor dem Überdruck und damit vor dem erneuten Verschleiß zu schützen. Handelt es sich um eine O-Fehlstellung, geschieht die Korrektur unterhalb des Gelenks durch Entnahme eines Knochenkeils von der Außenseite des Schienbeinkopfes. Der entstehende Spalt wird dadurch geschlossen, daß der Unterschenkel nach außen "herumgeklappt" wird, wobei eine Platte und Schrauben dafür sorgen, daß die beiden Knochenenden fest miteinander verbunden werden und in Ruhe ausheilen können. Die Korrektur der Längsachse des Beines kann übrigens auch durch eine aufklappende Osteotomie, die dann natürlich an der Innenseite des Schienbeinkopfes vorgenommen werden muß, durchgeführt werden, wobei der entstehende Spalt entweder offengelassen oder durch eine Knochenverpflanzung aufgefüllt werden kann.
Im Falle von X-Beinen geschieht die Korrektur bei schwerer Fehlstellung oberhalb des Kniegelenks, also am Oberschenkelknochen, und zwar ebenfalls durch eine Keilentnahme (an der Innenseite), wobei auch hier wieder eine Platte mit Schrauben zur festen Montage verwendet werden. Kleinere Achsabweichungen können auch unterhalb des Kniegelenks in ähnlicher Weise erfolgen, wie dies beim O-Bein der Fall ist, natürlich in umgekehrter Richtung.
Das Entscheidende nach einer Abrasionschondroplastik ist, daß die Korrektur der Beinachse etwas "übertrieben" wird, d.h. daß die Beinachse so ausgerichtet wird, daß das gesunde Kniegelenkfach leicht überlastet und das "runderneuerte" Kniegelenkfach leicht unterlastet wird. Auf diese Weise kann die Lebensdauer des "nachgemachten Knorpels" der Lebensdauer des natürlichen Knorpels angepaßt werden. Neben den schon beschriebenen Platten und Schrauben können übrigens auch Klammern oder sogenannte externe Fixatoren verwendet werden. Die verwendeten Metallteile können nach Abschluß der Knochenheilung wieder entfernt werden.
In der Diskussion um die Abrasionschondroplastik wird oft behauptet, daß die Umstellungsosteotomie allein auch schon sehr gute Resultate erzielen würde. Leider zeigt die klinische Erfahrung, daß diese Auffassung nicht richtig ist. Derartige Gelenke sind zwar für einfache Belastungen wie Gehen und Stehen weitgehend schmerzfrei zu bekommen, sportliche Belastungen hingegen werden nach einfachen Umstellungsosteotomien kaum toleriert.
Nur mit der Kombination von Abrasion, Umstellungsosteotomie und/oder Bandrekonstruktion wird man das Ziel erreichen können, den Patienten auch für sportliche Belange wieder fit zu machen. Bei kleineren Knorpelschäden kann die Umstellungsosteotomie im übrigen auch mit anderen Verfahren kombiniert werden, wie z.B. der Knorpelzelltransplantation oder der Knorpel-Knochenzylindertransplantation (Mosaikplastik). Siehe Abbildung A und B. |
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 | | Für umschriebene Schäden, die nicht nur den Knorpel betreffen, sondern auch den darunter liegenden Knochen, hat sich die Knorpel- Knochen- Transplantation als bewährte Alternative zur Wiederherstellung von Knorpel und Knochen gezeigt. |
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Neue Technik: "MACI" (matrix-coupled autologous chondrocyte implantation)
 | | Speziell für den Gebrauch an der Oberschenkel- Gleitrolle ist die Knorpelzell- Transplantation vorteilhaft, da sie ein Gewebe produziert, welches dem hyalinen Knorpel (dem Original) am ehesten ähnelt. |
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Die Alpha-Klinik bietet jetzt als absolute Neuheit die arthroskopische Knorpelzell-Transplantation an, die ein Kollagengewebe mit aufgeimpften Knorpelzellen des Patienten für die Defektdeckung benutzt. Dieses Verfahren stellt eine wesentliche Verbesserung gegenüber der Methode von Professor Peterson aus Göteborg, Schweden, dar, die das Aufschneiden des Gelenkes erfordert.
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