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 Golfer's Corner |
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Der Berg ruft! Von Dr. Hoogland’s Op-Tisch auf den Kilimanjaro |
Beeindruckende Geschichte eines Bandscheibenpatienten über Schmerz, Angst, Ambitionen und das große Happy End
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Herr Oliver Blam mit seinem Operateur Dr. Hoogland |
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Alles begann im März 2004, als ich mit den Vorbereitungen zu unserer Kilimanjarobesteigung begann. Lange träumte ich schon davon und konnte einen meiner besten Freunde von dem genialen Vorhaben überzeugen. Alles war so geplant, dass wir nach der Besteigung unsere Frauen in Tansania für eine einwöchige Zeltsafari (wohlgemerkt individuelles Campen in der Wildnis und nicht auf dem Campingplatz) treffen würden. Anschließend war sogar noch ein Badeurlaub in Zanzibar geplant. Also ein echter Traumurlaub.
Ein kleiner Schmerz im linken Bein trat jedoch wie aus dem nichts auf. Er war keinem besonderen Ereignis zuzuordnen. Allerdings auch nicht so schlimm, als dass man ihm längerfristig besondere Aufmerksamkeit widmen würde. Wir sind damals nach Mexiko in Urlaub geflogen. Nach diesem super Urlaub war der Schmerz vergessen.
Im Mai trat der Schmerz im linken Bein erneut auf. Zu allem Überfluss befand ich mich damals auch noch mitten in den Vorbereitungen zu meiner Hochzeit. Ich ging zum Arzt, der mich zum Physiotherapeuten schickte. Der sagte mir damals, dass der Schmerz durch meinen Rücken verursacht wird. Ich bekam das volle Programm von speziellen Übungen über Massagen bis hin zu Wärmepackungen. Der Schmerz steigerte sich leider jeden Tag ein wenig mehr. An meinen sensationellen Junggesellenabschied in Hamburg nahm ich morgens erstmals den Schmerz als extremen Störfaktor war. An meiner Traumhochzeit im Juni 2004 musste ich nach jeweiligem Sitzen bereits ca. 5 Sekunden warten, bevor ich mich wieder schmerzfrei bewegen konnte. In den Flitterwochen im traumhaften Griechenland steigerte sich der Schmerz von Tag zu Tag mehr. Als wir heimkehrten, suchte ich dann schnell einen Orthopäden auf. Er veranlasste eine Kernspintomographie und diagnostizierte einen Bandscheibenvorfall L5/S1. Hier wurde dann schweres Geschütz aufgefahren. Ich musste starke Schmerzmittel nehmen. Des Weiteren bekam ich natürlich Krankengymnastik, Massagen und Wärmepackungen. Als das alles nichts half, steigerten wir das Programm mit CT-gesteuerten Spritzen am Nerv. Zu allem Überfluss fehlte ich bereits ca. 2 Monate auf der Arbeit. Man wird hier sehr schnell zum Sozialfall und macht sich ernsthafte Gedanken. Der Schmerz stieg so weit an, dass selbst die schwersten Medikamente ihn nicht mehr ausschalten konnten.
Nachdem auch mein Orthopäde nicht mehr weiterwusste, riet er mir zur OP. Allerdings nur konventionell. Als ich selbst im Internet recherchierte und ihn nach diversen minimal invasiven Alternativen befragte, winkte er nur ab mit dem Hinweis, dass diese Alternativen – ich zitiere: „nur Raumschiff Enterprise und James Bond“ wären. Auch an anderer Stelle bekam ich keine Hilfe. Nachdem ich mich bei meiner privaten Krankenkasse nach der Alphaklinik erkundigte (großes Lob an dieser Stelle), bestätigten diese mir, dass es sich hier um absolut professionelle Spezialisten handele. Ein Restrisiko ist leider nie auszuschließen. Allerdings würde ich einen Teil der Behandlungskosten selber tragen müssen. Als es nicht mehr auszuhalten war, griff ich Ende August an einem Montag zum Telefon und nahm Kontakt mit der Alphaklinik auf. Alle waren sehr nett. Ich erwähnte mein Vorhaben, den Kilimanjaro besteigen zu wollen. Des Weiteren würde meine Schwägerin am 11. September heiraten. Am Mittwoch sollte ich zur Untersuchung und falls erforderlich, am Donnerstag, den 2. September, operiert werden. So geschah es, dass ich tatsächlich am 2. September von Dr. Thomas Hoogland endoskopisch operiert wurde. Nach der OP – seit der ich schmerzfrei bin - kam eine sehr nette Schwester in den Ruheraum, die mir mitteilte, ich solle aufstehen und ins Zimmer laufen. Ich hielt sie für verrückt und fragte mindestens zweimal nach. Also verließ ich den OP-Trakt mit einem Korsett und ging in mein Zimmer. Am selben Abend bin ich noch – allerdings sehr ängstlich und vorsichtig – spazieren gegangen. Verrückt aber wahr. Am Freitag fuhr ich in Begleitung meiner Frau wieder mit dem ICE zurück nach Frankfurt. Unglaublich. Am 11. September ging es dann zur Hochzeit.
Im Oktober bin ich schon wieder arbeiten gegangen. Meinen Traum von der Kilimanjarobesteigung verschoben wir aus Vorsichtsgründen um ein Jahr, obwohl Dr. Hoogland einer Besteigung nichts im Wege sah. Im Dezember 2005 war es dann soweit. Ich machte meinen Traum zur Wirklichkeit!
Unsere Frauen konnten wir nicht dort treffen, da wir in der Zwischenzeit glückliche Eltern unserer kleinen Tochter Laura geworden sind…
Oliver Blam, Frankfurt am Main
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Oliver Blam mit dem Guide nach der Kilimanjarobesteigung |
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Auf dem Gipfel des Kilimanjaro - 5895 m über dem Meeresspiegel |
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