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 Golfer's Corner |
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Das Golf-Experiment des Jahres |
Dr. Thomas Hoogland testet den Bandscheibendruck beim Golfen. Das Fazit:
Größere Golfer brauchen längere Schläger
München im Herbst 2006
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Dr. Hoogland implantiert die Drucksonde in die Bandscheibe des Probanden |
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Nach einer Vorbereitungszeit von über einem Jahr, wurde von Dr. Hoogland in Zusammenarbeit mit dem Mammendorfer Institut eine sterilisierbare Sonde zur Messung von Bandscheibendruck entwickelt. Im Rahmen eines eintägigen Experiments wurden bei einem Golf-Pro live die Druckverhältnisse in der Bandscheibe in zwei Ebenen gemessen. Die Ergebnisse wurden zu Studienzwecken ausgearbeitet und liefern heute wichtige Anhaltspunkte über die Zusammenhänge von Rückenproblemen und Golf.
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Rückenschmerzen auf dem Grün
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Golf Pro Jody Morris testet die (un)günstigste Haltung beim Ballaufheben |
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Rückenschmerzen sind in den letzen Jahren zur Volkskrankheit Nummer 1 avanciert. Statistisch gesehen geht bereits jeder vierte Golfspieler mit Rückenbeschwerden über den Platz. Die meisten Golfverletzungen treten beim Downswing, Follow-Through aber insbesondere beim kraftaufwendigen Abschlag auf. In diesen 3 Phasen des Golfschwungs treten unterschiedliche Belastungsmerkmale auf. Beim Rückschwung z.B. kommt es zu einer starken Rotation der Lenden-, Brust- und Halswirbelsäule.
Der Wunsch immer weitere Bälle zu schlagen belastet vor allem die Bandscheiben, die Rückenmuskulatur und die Schultermuskulatur - die Kraftquellen für Länge und Genauigkeit beim Abschlag. Die meisten Verletzungen treten beim Ausschwung auf, wo durch die Überstreckung der Brust und der Lendenwirbelsäule enorme Belastungen auf die Bandscheiben und Muskulatur übertragen werden.
Diese Problematik war hinlänglich bekannt, bis dato lagen jedoch noch keine in vivo (im Lebenden) Studien über die Druckverhältnisse in den Bandscheiben beim Golfspielen vor, die diese Aussagen wissenschaftlich belegen.
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Die große Herausforderung für den Wirbelsäulenchirurgen und den Golfpro
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Jody Morris beim Abschlag mit implantierter Drucksonde |
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Der Herausforderung, die Druckverhältnisse wissenschaftlich zu ermitteln, stellten sich Dr. Thomas Hoogland, Leiter der Abteilung Wirbelsäule in der Alpha-Klinik, München und Jody Morris, P.G.A. Profi und Gründer der Firma MTM Golf.
Dr. Thomas Hoogland, selbst passionierter Golfer, ist mit über 1000 endoskopischen Eingriffen pro Jahr und bereits über 13.000 durchgeführten Rückenoperationen einer der weltweit erfahrendsten Wirbelsäulenchirurgen auf dem Gebiet der minimalen Wirbelsäulenchirurgie.
Jody Morris entwickelte mit seinem Partner Darran Bird ein spezielles Computerprogramm, welches, basierend auf wissenschaftlichen Tatsachen, 6 kritische Knochenlängen misst, um die optimale biomechanische Schlägerlänge und somit Ansprechposition für jeden Golfspieler ermittelt. „Die Bälle, Materialen und Schlägerköpfe haben sich seit dem Beginn des Golfspielens im späten Mittelalter ständig weiterentwickelt, die Schlägerlängen jedoch sind relativ unverändert geblieben – obwohl die Menschen inzwischen durchschnittlich 20 cm größer geworden sind,“ erläutert der erfahrene Golfer Morris.
Es galt nun auch wissenschaftlich zu beweisen, ob das neue Schlägerkonzept, mit seiner „aufrechteren“ Ansprechposition, im Vergleich zu einem Standardschläger geringere Belastungen auf die Bandscheiben ausübt.
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In zwei Bandscheibenfächern wurden die Belastungen gemessen
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Dr. Hoogland überprüft den Zustand der Sonde, um die optimale Sicherheit der Testperson zu gewährleisten |
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Unter sterilen, operationsähnlichen Bedingungen wurden dem 53 jährigen Jody Morris in lokaler Anästhesie zwei Druckmesssonden mit einem Durchmesser von 1,45 mm, zentral in die Bandscheiben der Bandscheibenfächer L4-5 und L5-S1 eingeführt, um dort die jeweiligen Druckverhältnisse zu messen.
Bereits im Operationssaal wurden die ersten Messungen durchgeführt. Anschließend wurden noch verschiedene, aus dem Alltagsleben übliche Bewegungen, chiropraktische Übungen und Krafttrainingsmethoden analysiert, bevor es endlich auf dem Golfplatz losgehen konnte.
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Bis zu 5-mal höhere Druckverhältnisse beim Abschlag in der Bandscheibe im Vergleich zu einem AutoreifenEiner der schwersten und belastungsintensivsten Golfschwünge ist sicherlich der Abschlag. Um zu sehen welche Spitzenwerte beim Abschlagen mit einem Standard Holz 1 auftreten können, wurden mehrere Abschläge gemessen. Hierbei wurden Belastungen von bis zu 10 Bar und mehr im Bandscheibenfach L5-S1 aufgezeichnet. Dies entspricht dem 5-fachen Druck eines Autoreifens.
Ein weiterer Test ergab, dass es keine signifikante Entlastung für die Bandscheiben bedeutet, wenn das Golfequipment als Rucksack oder über einer Schulter getragen wird. Die Rucksackmethode birgt die Gefahr, dass auf Grund des hohen Gewichts des Golfbags, um die Balance zu halten, eine Vorbeugung stattfindet, die die Kräfte auf die Bandscheibe überproportional ansteigen lässt. Die Schultermethode kann durch einseitige Belastung zu Fehlhaltung und zu einer frühen Ermüdung führen, welche das Verletzungsrisiko steigert. Ein Golftrolly dagegen entlastet die Bandscheiben deutlich. Bei den Messungen konnten allerdings keine Vor- oder Nachteile für den Rücken bezüglich des Schiebens oder Ziehens des Golftrollys festgestellt werden.
Wie das bekannte Beispiel bei dem Anheben des Wasserkastens, sollte auch der Golfball rückenschonend – mit gebeugten Knien und geradem Rücken - aus dem Loch aufgehoben und aufgeteet werden, da die Belastungen auf die Bandscheibe so um mehr als 40% reduziert werden können.
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Bis zu 20% weniger Belastung mit längeren SchlägernVerglichen wurden ein Standard Eisen 7 und ein an die Körpermaße des Probanden angepasstes Eisen 7. Alle Schläge wurden 5-mal wiederholt, um relevante Messdaten zu erhalten. Die aufgezeichneten Messdaten zeigten bei Verwendung des individuell -angepassten, längeren Schlägers, eine 19% niedrigere Belastung des Bandscheibenfaches L5-S1 im Vergleich zum Standard Eisen 7.
Das Fazit des Wirbelsäulenspezialisten Dr. Thomas Hoogland lautet: „Golfspieler(innen) mit Rückenbeschwerden können die auf die Bandscheiben wirkenden Belastungen mit individuell angepassten Schlägerlängen um bis zu 20 % reduzieren! Somit wird die Bandscheibe signifikant entlastet und der Erfolg und Spaß am Sport wird vergrößert. Grundsätzlich empfiehlt es sich für jeden Golfer die Golfschläger auf die individuelle Körpergröße anzupassen. “
Kontaktadressen: www.mtmgolf.de www.alpha-spine.de
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 Wirbelsäulenkongress 2004 in München
10.11.2004. Beim diesjährigen Treffen der IITS (International Intradiscal Therapy Society) in Chicago, Illinois, wurde Dr. Thomas Hoogland zum neuen Präsidenten der Gesellschaft ernannt. Dr. Hoogland löste seinen Vorgänger, Dr. David Casper aus Oklahoma City, USA ab. Darüberhinaus wurde München als kommender Austragungsort für den Kongress und Dr. Hoogland als dessen Gastgeber benannt. |
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