Bei chronischen Rückenschmerzen, die mit konservativen Behandlungsmethoden und intensiver Kräftigungstherapie (zB. Med X) nicht gelindert werden können, ist es wichtig, genau festzustellen, wodurch diese ausgelöst werden. Meistens handelt es sich um eine mechanisch induzierte Nervenreizung durch Knochenüberwachsung oder Bandscheibenvorwölbung. In allen Fällen ist es am wichtigsten, dass die Ursache der Kreuzschmerzen gefunden wird. Dazu ist eine gründliche ärztliche Untersuchung erforderlich, unter Berücksichtigung folgender differentialdiagnostischer Möglichkeiten:
- Blutuntersuchungen , gezielt auf Rheuma, Gicht oder sonstige entzündliche Prozesse
- Röntgenaufnahmen, inklusive Flexions- und Extensionsaufnahmen
- Kernspintomographie
Falls o.g Untersuchungen als Diagnose einen Bandscheibenvorfall ohne erhebliche Verschleißerscheinungen anzeigen, kann eine endoskopische Bandscheibenvorfallentfernung dauerhafte Schmerzlinderung bringen. Hierbei ist das postoperative Rehabilitationsprogramm äußerst wichtig.
Falls die Voruntersuchungen keine deutliche Diagnose ergeben haben, ist eine Diskographie der letzen zwei oder drei Bandscheiben angezeigt. Herbei kann festgestellt werden, ob ein schmerzhafter Riss am äußeren Fassesring der Bandscheibe (Anulus) vorhanden ist. Gegebenfalls wird die Diskographe mit einer Computertomographie kombiniert. Falls bei der Diskographie ein Bandscheibenriss festgestellt wurde, führt man unter Umständen eine perkutane Nukleotomie durch.
Im Falle einer deutlichen Bandscheibendegeneration, die sich auf eine oder zwei Bandscheiben beschränkt, wird nach Durchführung der Diskographe entscheiden, ob eine Diskusplastik, Bandscheibenprothese oder eine Spondylodese die beste Lösung ist.
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