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1) Schmerzpersistenz in Bein oder Rücken Risiko: klein (10 – 15 %) / Heilungschancen: gut Dies ist die meist gefürchtete Komplikation. Die Lendenwirbelsäule besteht aus fünf lumbalen Segmenten, die Frage ist deshalb: woher kommt der Schmerz? Aus diesem Grund spielt die akkurate Auswertung der Fragebögen, Röntgenbilder, Kernspinbilder, Muskeltests und der Diskographie eine so entscheidende Rolle. Mit einer exakten Diagnose und einer optimierten Implantationstechnik senkt sich das Risiko einer Schmerzpersistenz (verbleibenden Schmerzen) erheblich, abhängig von weiteren Aspekten, wie Zustand und Alter der behandelten Wirbelsäule. Während der Ausräumung der erkrankten Bandscheibe werden zusätzlich die meisten dorsalen Hindernisse im Spinalkanal entfernt, um den Nervenwurzeln mehr Platz zu bieten und somit möglichen verbleibenden – meist temporären - Beinschmerzen vorzubeugen. Verblieben die Hindernisse im Spinalkanal, wäre die Beweglichkeit durch die Bandscheibenprothese von Nachteil. In seltenen Fällen kann die Beweglichkeit des Bandscheibensegments nach einer Protheseoperation von Nachteil sein: Ein zuvor entzündeter, irritierter Nerv kann weiterhin gereizt werden. Während der Bandscheibenprothesenoperation verwendet Drs. Zeegers ein neues Sicherheitssystem: Die so genannte EMG NeuroVision ermöglicht die Überwachung der Spinalnervenaktivität in Echtzeit während der gesamten Wirbelsäulenoperation. Wird ein Bandscheibenimplantat zu eng an den Spinalnerv herangebracht, wird der Operateur augenblicklich durch ein Alarmsignal gewarnt. Dank dem kielfreien Design kann die Lage des Implantats ohne Probleme so weit angepasst und verändert werden, bis der Monitor die sichere Lage bestätigt. Die NeuroVision ist eine der neuesten Technologien im Bereich der Bandscheibenchirurgie. Durch die Einführung dieses Verfahrens verbessert die Wirbelsäulenabteilung der Alpha Klinik um Operateure Dr. Hoogland und Drs. Zeegers die bereits hohen Sicherheitsstandards für ihre Patienten. Die vollkommen schmerz- und risikofreie NeuroVision erhöht nicht nur die Sicherheit bei Wirbelsäulenoperationen, sie verkürzt zusätzlich die Operationszeiten und schont die Gesundheit des Patienten indem sie die Notwendigkeit der intraoperativen Röntgenkontrollen minimiert. Die neue Methodik der fortlaufenden Nervenüberwachung während der Operation basiert auf den Prinzipien der Elektromyographie: Die Nerven unserer Wirbelsäule zweigen nach unten in ihre spezifischen Muskeln ab, die über Elektroimpulse gesteuert werden. Diese sehr geringe körperliche Elektrizität kann mithilfe von an den Muskeln angeschlossenen Elektroden mittels feinster Instrumente präzise gemessen werden. Das NeuroVision System erfüllt die hohen Anforderungen. Die so gemessenen Ergebnisse werden dann über ein speziell dafür entwickeltes Software-Programm in einen Hochleistungscomputer eingeleitet, der sie verarbeitet und auf einem Bildschirm sichtbar macht; und zwar während der ganzen Operation und immer in Echtzeit. Das neue NeuroVision ergänzt so die Röntgenkontrollen in idealer Weise. Es gibt dem Operateur die Informationen, die ihm die Röntgenkontrolle nicht geben kann. Das System ist sogar so programmiert, dass es den Operateur schon im Voraus warnt, wenn er sich mit seinen Instrumenten einem Nerv auch nur nähert; nicht erst, wenn er ihn schon berührt.
Darin liegt die markante Verbesserung der Operationssicherheit, die dieses neue High-Tech-System den Patienten und natürlich auch den Ärzten und der Klinik bietet.
2. Thrombose Risiko: Sehr gering (0,5 %) / Prävention: Heparininjektionen / Heilungschancen: teilweise gut Eine Thrombose des Beckens oder der unteren Beine wird durch eine abnorme Blutgerinnung in den Gefäßen des unteren Beckens oder der Beine während oder direkt nach einer Operation ausgelöst. Deshalb werden dem Patienten vor und nach der Operation Antithrombosemittel verabreicht, die das Risiko einer Thrombose weitestgehend herabsetzen. Die Gefahr eines solchen Blutgerinnsels ist niedrig und meistens genetisch bedingt. Etwas höher ist das Risiko bei Raucherinnen, die zusätzlich hormonell verhüten. Eine Absetzung der Antibabypille einige Wochen vor einer Operation könnte das Risiko herabsetzen, weshalb wir konsequenterweise zu einer Absetzung der Pille raten. Sollte es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen zu einem Blutgerinnsel kommen, kann eine Therapie mit blutverdünnenden Mitteln über mehrere Monate gute Erfolge bringen, eine Garantie, dass das Gefäß wieder zu 100 % passierbar wird, ist jedoch nicht gegeben. Eine Lungenembolie nach einer Bandscheibenprothesenoperation hat sich in unserem Hause noch niemals entwickelt.
3. Nervenreizung Risiko: Gering / Heilungschancen: gut Es kann in manchen Fällen zu einer Taubheit der Hüfte kommen, die sich nach ca. einem Jahr wieder geben sollte. Manche Patienten berichten, dass ihr Bein sich nach der Operation etwas wärmer anfühlt. Dieser so genannte „Sympathectomy-Effekt“ entsteht durch eine temporäre Störung des sympathischen Nervenstrangs zur linken Seite des reparierten Wirbelsäulensegments. Das Gefühl ist nicht unangenehm, wird von den meisten weiblichen Patienten sogar begrüßt, hält aber nicht länger als 9-12 Monate an. Lesen Sie dazu auch Paragraph 1.
4. Deformationen des Facettengelenks Risiko: Gering / Heilungschancen: gut Das Risiko einer Deformation des Facettengelenks hängt von der Qualität des Wirbelsegments, der Implantationstechnik, der Größe und dem gewählten Implantattyp ab. Generell entlastet die korrekt positionierte Bandscheibenprothese das Wirbelsegment, in seltenen Fällen kann es aber auch zu einer Überlastung kommen. Trotz vieler Aussagen zum biomechanischen Veränderung durch eine Prothese, zeigt die Praxis, dass die Facettengelenke gut an die Prothese adaptieren und nicht der Auslöser post operativer Schmerzen sind. Manchmal protestieren aber die Facettengelenke, ein direkter Zusammenhang mit Facettengelenkerkrankungen konnte jedoch nicht nachgewiesen werden. Werden die Facettengelenke als Auslöser von hartnäckigen oder wiederkehrenden Schmerzen vermutet, sollte eine SPECT Knochen-Szintigraphie durchgeführt werden. In seltenen Fällen einer symptomatischen Facettengelenkarthrose muss das betroffene Gelenk fusioniert werden.
5) Absinken des Implantats in den Wirbelknochen Risiko: Sehr gering / Heilungschancen: gut Bis heute hat es in der Praxis von Drs. Zeegers, dank der modernen, anatomischen Form der Active L, kein Absinken eines Implantats gegeben. Allerdings kann schlechte oder mittelmäßige Knochenqualität des Wirbels ein leichtes Absinken in den Wirbelknochen des Implantats begünstigen. Deshalb sollte immer das größtmögliche Implantat gewählt werden, welches besser an der Knochenkante anschließt und ein Absinken verhindert. Wegen dem engen Durchgang über weiches Gewebe und Blutgefässe ist es allerdings nicht immer möglich das optimale – große - Implantat einzusetzen. In solchen Fällen muss ein Kompromiss gefunden werden, da eine geringfügige Absenkung keinerlei Nachteile hat. Wird eine schmerzhafte Absenkung des Implantats festgestellt, kann an der Einsenkstelle perkutan eine spezielle Paste oder Knochenzement injiziert werden. Dieser Eingriff kann in Lokalanästhesie erfolgen und ist sehr risikoarm. Nach der Injektion kann in den meisten Fällen die Schmerzfreiheit erreicht und die metallene Endplatte ist wieder fest verankert. In seltenen Fällen, wenn die Absenkung nicht repariert wird, kann eine Neu-Implantierung oder eine dorsale Fusion des lumbalen Segments Abhilfe schaffen. Eine langfristige, milde Absenkung erfolgt meistens ohne Beschwerden oder Komplikationen.
6) Verkürzte Haltbarkeit des Implantats Risiko: Sehr gering Die Funktion der Bandscheibenprothese hängt sehr mit der korrekten Positionierung und den Druckverhältnissen im lumbalen Segment ab. Obwohl die Erfahrungen mit dieser Technik am menschlichen Patienten nicht älter sind als 1984, wird eine lebenslange Haltbarkeit des Implantats angenommen. Die metallenen Endplatten sind unzerstörbar, die Abnutzung des Plastikkerns ist minimal, wenn das Implantat gut ausgerichtet ist. Lediglich bei zu kleinen oder schlecht zentrierten Implantaten kann die erhöhte Abnutzung des Innenteils langfristig Risiken beinhalten. Gelegentlich wurde ein Abrieb von Polyethylen am Rand der Charité Prothese beobachtet. Das ist einer der Gründe, weshalb Drs. Zeegers sich für den Wechsel zur Active L Bandscheibenprothese entschieden hat: der Kern der Active L ist vor Abrieb absolut geschützt. Wenn überhaupt wird das Implantat bei älteren Patienten schmerzfrei und nur sehr langsam absinken und wird, ähnlich einer langsamen progressiven Fusion, mit dem Wirbelknochen verkapseln. Revisionen eines Bandscheibenimplantats sind selten, können aber bei Implantaten mit einem Keil sehr anspruchsvoll verlaufen. Um unnotwendige Risiken bei einer möglichen Revision zu vermeiden, implantiert Drs. Zeegers aus diesem Grund niemals Prothesen mit einem großen Keil.
7) Retrograde Ejakulation Risiko: Sehr gering (0,2 %) / Prävention: Erfahrener Operateur / Heilungschancen: gut, meist temporäre, selten bleibende Ausfälle Bei einer Operation der Etage L5/S1 gibt es ein sehr geringes Risiko von Ejakulationsschwierigkeiten nach einer Wirbelsäulenoperation mit Bauchzugang. Patienten mit einem schweren Übergewicht, Patienten mit Gefäßerkrankungen und schwere Raucher sind dabei stärker gefährdet. Kräftige Kompressionen des sympathischen Nervengeflechts (ausgelöst durch die Verschiebung des Bauchfells) kann die delikaten Nerven stören und dadurch die funktionelle Balance des kleinen Prostatamuskels beeinträchtigen. Dies kann zu einer trockenem retrograden (= rückwärtigen) Samenerguss führen, wobei während des sexuellen Höhepunktes die Spermien in die Blase statt aus dem Penis heraus ejakuliert werden. Weder die Erektion noch der Höhepunkt werden hiervon beeinträchtigt. Abhängig vom Können des Operateurs und dem Alter des Patienten liegt das Risiko auf Etage L5/S1 bei 0,1 – 0,4 %. Auf den restlichen Etagen ist das Risiko kaum nennenswert. Besteht ein Kinderwunsch in der Zukunft, wäre es ratsam eine Samenspende in einer Samenbank zu deponieren.
8) Mögliche Verletzung der Eingeweide Risiko: Sehr gering (1%) / Heilungschancen: gut Die Bandscheibenprothesenoperation wird über den unteren Bauchzugang durchgeführt, wobei die Eingeweide nach rechts und nach unten verschoben werden. Selbst der Druck einer Hand kann die Eingeweide „erschrecken“ und ihre Verdauungsfunktionen temporär stören. Um einer Überlastung der Eingeweide während der Operation vorzubeugen, wird über eine Nasensonde der Magen entleert. Die Sonde wird entfernt, bevor der Patient im Aufwachraum erwacht. Meistens dauert die Operation allerdings nicht lange an, so dass die Belastung der Eingeweide gering ausfällt, der Patient erhält allerdings direkt nach der Operation zunächst keine Nahrung. Der Verzicht auf eine Bettruhe und die schnelle Mobilisierung des Patienten bringen die Darmtätigkeit wieder in Gang. Sobald die Verdauungsgeräusche wieder hörbar werden, kann der Patient wieder leichte Nahrung zu sich nehmen. Meistens kann der Patient bereits am zweiten Tag wieder normale Nahrung zu sich nehmen, selten verbleiben die Eingeweide für einige Tage in ihrem Schockzustand. Ignoriert man diesen Zustand, kann das Abdomen wegen einem eingeschränkten Durchfluss von Flüssigkeiten und Speisebrei anschwellen. Die Lösung hierbei ist die Entleerung via einer temporären Nasensonde und Fasten. Diese Problematik tritt selten auf und ist kann immer behoben werden.
9) Hoher Blutverlust Risiko: Gering (10 %) / Heilungschancen: gut Vaskuläre Verletzungen (Gefässverletzungen) sind extrem selten. Eine lebensgefährliche vaskuläre Verletzung wurde seit 1990 nicht mehr beobachtet. Die Hauptschlagadern und Venen des Abdomens werden mittels eines Retraktors vorsichtig beiseite gehalten. In seltenen Fällen kann dabei eine Überdehnung zu einer Verletzung der kleinen vaskulären Seitenarme führen, extrem selten auch zu einer Verletzung der Wand der Vena iliaca. Der Blutverlust wird sofort nach der Reparatur der Leckstelle gestoppt, hierfür steht während der Operation zu jeder Zeit ein Gefäßchirurg bereit, obwohl diese Komplikation sehr selten auftritt. Der meiste Blutverlust während einer Bandscheibenprothesenoperation wird während der Vorbereitung der Endplatten und Ausräumung des Bandscheibenraums beobachtet (Knochen „schwitzen“ Blut aus). Die hierbei verlorene Blutmenge ist sehr individuell und hängt vom physischen Zustand des Patienten ab. Manchmal kann eine diffuse Blutung aus dem Epiduralraum nicht verhindert werden, deshalb wird das verlorene Blut mithilfe eines „Cell-Saver“-Systems („intraoperative cell salvage“, ICS) aufgefangen, filtriert und wieder infundiert. Seit das „Cell-Saver“-System eingeführt wurde, werden kaum noch Bluttransfusionen benötigt. Nichtsdestotrotz werden bei jeder Operation aus Gründen der Sicherheit zwei Bluttransfusionen mit Elektrozytenkonzentraten bereitgehalten. In manchen Fällen kann das „Ausschwitzen“ von Blut eine Zeitlang nach der Operation andauern, deshalb wird bei jedem Patienten eine Drainage gelegt, die das Blut aus der Operationswunde abließen lässt. In den seltensten Fällen sickert das Blut weiter aus, was zu einem verminderten Blutdruck führen kann. In diesem Fall wird ein Patient auf eine Intensivstation eines benachbarten Universitätskrankenhauses verlegt, um eine optimale Beobachtung zu gewährleisten. Bisher musste eine derartige Patientenverlegung sehr selten erfolgen (ein Fall seit 1998) und erfolgt nach Rücksprache mit dem Gefäßchirurgen. Die Komplikationen, die aus einem Blutverlust hervorgehen können immer behoben werden, es wurden hierbei niemals bleibende Schäden beobachtet. Sehr selten können die blutgerinnungshemmenden Mittel (subkutane Fragmin-Injektionen) zu einem retroperitonealer Blutung (hinter dem Bauchfell) direkt nach der Operation führen. Hier wird Fragmin-Gabe beendet, um weitere, bleibende Blutungen zu vermeiden. Bis heute war ein erneuter Eingriff nicht notwendig. Die Blutklumpen lösen sich nach spätestens 6 Wochen auf.
10) Verletzung der Urethra (Harnröhren) Risiko: Sehr gering (0 % seit 1989) / Heilungschancen: Gut Theoretisch ist eine Verletzung der Urethra möglich, allerdings haben wir diese Komplikation bei Operationen mit offenem Bauchzugang seit 1980 nicht beobachtet.
11) Infektion Risiko: Sehr gering (0 % seit 1989) / Heilungschancen: Gut Die guten Resultate der Vergangenheit sind keine Garantie für die Zukunft, allerdings haben wir seit Beginn unserer Arbeit mit der Bandscheibenprothese im Jahre 1989 keine einzige Infektion verzeichnet. Eine Tiefeninfektion ist allerdings theoretisch, trotz der Gabe von Antibiotika und der richtigen Sterilisation, möglich. In so einem Falle wäre eine Revision der Operationsstelle nicht zwingend notwenig, allerdings wäre das Ausreinigen des tiefen Wundenabszesses obligatorisch. Möglicherweise wäre in so einem Fall die Entfernung der Prothese und Einsatz eines Knochentransplantates die beste Lösung. Patienten mit einem Bandscheibenimplantat empfehlen wir eine prophylaktische Gabe von Antibiotika – z. B. vor Zahnarztbehandlungen oder bei Blutungen im Weichteilgewebe.
12) Abstoßen des Implantats Risiko: Sehr gering (0 % seit 1989) / Heilungschancen: Gut Eine Abstoßungsreaktion auf das Implantat wurde seit 1984, als die Bandscheibenprothese zum ersten Mal eingesetzt wurde, bis heute in keinem einzigen Fall beobachtet. Die Endplatten der Bandscheibenprothese bestehen aus einem Chrom-Kobalt-Gemisch, eine allergische Reaktion auf dieses Gemisch wurde noch niemals beobachtet. Der Kern der Prothese besteht aus demselben Polyethylen-Material, wie er auch erfolgreich seit Jahren in Hüft- und Knieimplantaten verwendet wird. Die Käfige werden aus einem Kohlestoffmaterial oder aus einem rostfreien Stahl hergestellt, auch bei diesen Stoffen wurden niemals allergische- oder Abstoßungsreaktionen verzeichnet.
13) Wundheilungsstörungen Risiko: Sehr niedrig / Heilungschancen: gut Bei einer Bandscheibenprothesenoperation wird ein 7-25 cm langer Bauchschnitt gesetzt, die Länge der Schnittwunde hängt direkt vom körperlichen Zustand und von der operierten Bandscheibenetage ab. Übergewichtige Patienten benötigen längere und größere Einstiche. Selbstauflösende Nähte machen Fadenziehen unnötig. Horizontale Einschnitte könnten eine Einfaltung der Unterleibs zur Folge haben, deshalb bevorzugen insbesondere Frauen mit schönen, flachen Bäuchen die vertikale Lösung. Wundheilungsstörungen sind selten und hängen insbesondere vom Zustand der Bauchdecke ab, können aber immer behoben werden.
14) Verschiebung des Implantats nach vorne oder hinten Risiko: Sehr gering (0% seit 1997) / Heilungschancen: gut In der Vergangenheit konnten wir einige Implantatverschiebungen nach anterior (vorne) beobachten, dieses Problem wurde seit der Einführung der rauen Oberflächenstruktur der Endplatte und der Verbesserung der Implantationstechniken allerdings behoben. Eine dorsale (nach hinten, in Richtung Spinalkanal) Verschiebung wurde bisher noch nie beobachtet. Um etwaige Risken so gering wie möglich zu halten, empfehlen wir unseren Patienten sich vorsichtig zu verhalten, wobei gehen, Treppen steigen, Autofahren etc. definitiv erlaubt sind. Sobald die Röntgenaufnahmen 6 Wochen nach der Operation das gute Einwachsen der Prothese bestätigt haben, gibt es für den Patienten keine weiteren Einschränkungen. Die Bandscheibe ist nun durch die im Knochen eingewachsenen Zähnchen und den enormen Zwischenwirbeldruck fest verankert. Die Prothese verbleibt nun für immer an Ort und Stelle, selbst bei einem Autounfall hält die Verankerung, es besteht kein Bedarf einer zusätzlichen Fixierung aus Zement, Schraube oder Klebstoff. Nach 6 Wochen wurde eine Verschiebung des Implantats niemals beobachtet. Obwohl das Implantat aus 3 Teilen besteht, wurde eine postoperative Trennung dieser Teile niemals beobachtet. Auf Etage L5/S1 werden speziell abgewinkelte Prothesen verwendet, um der natürlichen gekrümmten Anordnung der Wirbelsäule an dieser Stelle gerecht zu werden.
15) Abnutzungserscheinungen der Bandscheibenprothese Risiko: Abnutzung Metall 0 %, Abnutzung Kern sehr gering (bisher 0 % mit der Active L) Prävention: Wahl der richtigen Implantats + erfahrener Operateur (gute Positionierung) Heilungschancen: Gut Wie bereits im Vorfeld erwähnt, implantiert Drs. Zeegers seit einiger Zeit die Active L Bandscheibenprothese im Bereich der Lendenwirbelsäule und die Mobi C Prothese im Nacken. Die heutige Generation der Bandscheibenprothesen besteht nach wie vor aus zwei mikrobeschichteten Abschlussplatten mit einem hochwertigen, mobilen Polyethylen-Gleitkern. Das gegenwärtige Design garantiert einen optimalen Schutz des Gleitkerns und die beinahe physiologische Form der Active L gewährleistet eine symmetrische Ausrichtung in der Lendenwirbelsäule, was einer punktuellen Überladung des Kerns entgegenwirkt. Der konstante Druck zwischen zwei Wirbeln hält die Prothese in stabiler Lage. Die Form der Prothese und die bioaktive raue Oberfläche der beiden Abschlussplatten sorgen direkt nach dem Eingriff für eine primäre Fixierung.
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