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Mehr zu möglichen Schmerzursachen |
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Die Lendenwirbelsäule hat eine überwiegend mechanische Funktionsweise, immerfort stützt und mobilisiert sie den gesamten Körper. Der Funktionspart ist das Wirbelsegment bestehend aus zwei benachbarten Wirbelknochen, eine intervertebraler Bandscheibe und zwei dorsalen Facettengelenken. Die Bandscheibe funktioniert dabei als eine Art wasserartiger Zwischenpuffer, der Bewegungen in alle Richtungen ermöglicht. Der intradiskale Druck wird dabei gleichmäßig an die Wirbelsegmente und die dorsalen Facettengelenke verteilt. Der Zustand der Bandscheibe ist für die Funktionalität des Wirbelsegments von entscheidender Bedeutung, die Facettengelenke spielen eine eher untergeordnete Rolle. |
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Die BandscheibeDer innere Kern der intervertebralen (=zwischen den Wirbeln) Bandscheibe wird von einem Bandscheibenring, dem Annulus fibrosus, umgeben. Durch die starke Anspannung des Bandscheibenrings wird der gallertartige innere Kern auch unter starkem Druck in seiner Form gehalten. Die Bandscheibe besteht aus strahlendurchlässigen, komplexen Fasern von unterschiedlicher Dichte. Es ist schwierig die in ihrem inneren herrschenden mechanischen Verhältnisse zu prognostizieren oder zu vermessen und macht es umso schwieriger diese komplexe Struktur mit einem „echten Bandscheibenkernersatz“ zu imitieren. |
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Woher kommen die Schmerzen?Der mechanische Rückenschmerz wird durch einen Defekt des lumbalen Wirbelsegments ausgelöst und wird durch Bewegungen/Belastungen begünstigt. Der wahre Grund für Rückenschmerzen ist jedoch seit jeher umstritten. Frühere plausibel scheinende Erklärungsmodelle wurden in den letzten Jahren nach und nach widerlegt. Eine Nervenwurzelreizung wurde bisher als wichtigster Auslöser von Rückenschmerzen vermutet, obwohl ein lumbaler Bandscheibenvorfall mit stärksten Beinschmerzen meistens gar keine Rückenschmerzen verursacht. Neueste Erkenntnisse über die Anatomie, Funktion und Innervierung der Bandscheibe lassen vermuten, dass interne Risse des Bandscheibenrings eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Rückenschmerzen führen könnten. Neuesten Studien zufolge lösen innere Schädigungen des Bandscheibenrings (ohne Bandscheibenvorfall oder anderen Deformierungen) im gleichen Masse Beinschmerzen aus wie eine echter Bandscheibenvorfall/Protrusion, allerdings werden diese Schmerzen in einem viel höheren Masse von starken Rückenschmerzen begleitet. Die physiologische (natürliche) Degeneration (Alterung, Verschleiß) der Wirbelsäule hat für gewöhnlich keinen Einfluss auf Rückenschmerzen.
Chronische Rückenschmerzen sind ein häufig auftretendes Problem der westlichen Welt. Sie führen häufig zu langwierigen Krankheitsfällen hohen indirekten Kosten durch Arbeits- und Produktionsausfälle. Durchschnittlich leiden 90 % aller Erwachsenen mindestens einmal in ihrem Leben unter Rückenproblemen, 70 % aller Erwachsenen haben einmal im Jahr mit Rückenproblemen zu tun. Glücklicherweise erleben 90 % aller Rückenpatienten eine spontane Genesung. Bei den übrigen 10 % der Betroffenen stellen sich die Probleme allerdings nicht von alleine wieder ein. Langwierige, häufig chronische Schmerzen und Einschränkungen der Lebensqualität sind die Folge. |
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